4 Gewohnheiten, die Hundehalter seit Generationen weitergeben – und warum du es besser machen kannst

Stöckchen werfen im Park, Essensreste vom Tisch, den Tierarzt erst aufsuchen, wenn etwas nicht stimmt – vieles davon haben wir von unseren Eltern und Großeltern übernommen. Damals war es normal. Heute wissen wir: Einiges davon schadet unseren Hunden mehr, als es ihnen nützt.

Keine Sorge, hier geht es nicht um Schuldzuweisungen. Es geht darum, es ab jetzt besser zu machen. Tierärztin Dr. Dominique Tordy erklärt, welche vier Gewohnheiten du überdenken solltest.

1. Stöckchen werfen – der Klassiker, der gefährlich werden kann

Generationen von Hundehaltern haben Stöcke geworfen und ihre Hunde begeistert apportieren lassen. Was kaum jemand bedacht hat: Stöcke können sich beim Fangen in den Rachen des Hundes spießen. Wenn ein geworfener Stock im Boden stecken bleibt und der Hund mit voller Geschwindigkeit hineinläuft, kann das zu schweren Verletzungen an Gaumen, Zunge oder sogar an der Luft- und Speiseröhre führen.

Auch das Zerkauen von Stöcken ist riskant. Holzsplitter können sich zwischen den Zähnen verkeilen oder ins Zahnfleisch bohren. Was du stattdessen mitnehmen kannst und welche Alternativen deinen Hund sogar besser auslasten, erfährst du in unserer App – den Link findest du am Ende des Beitrags.

2. Menschenessen füttern – gut gemeint, aber nicht gut

Früher bekam der Hund die Reste vom Tisch. Das war auch nicht unbedingt ein Problem, weil die Mahlzeiten deutlich weniger gewürzt waren als heute. Inzwischen wissen wir aber zwei Dinge: Erstens sind unsere Speisen oft stark gesalzen, gezuckert und gewürzt – das belastet den Hundemagen. Zweitens hat die Forschung zur Hundeernährung in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht. Wir wissen heute viel genauer, welche Nährstoffe ein Hundekörper braucht, um fit und gesund zu bleiben.

3. Hunde nicht bewusst an unsere Welt gewöhnen

Früher lebten die meisten Hunde auf dem Bauernhof oder in seiner unmittelbaren Umgebung. Die Welt war überschaubar: bekannte Höfe, bekannte Tiere, wenig Überraschungen. Heute sieht das komplett anders aus. Unsere Hunde begegnen Straßenverkehr, Fahrradfahrern, Skatern, LKWs, vollen Gehsteigen, Einkaufszentren, Hundewiesen mit fremden Hunden – und manchmal geht es in den Urlaub an den Strand oder in die Berge.

Auf all das muss ein Hund vorbereitet werden – körperlich und mental. Ohne Gewöhnung ist jede neue Situation potenziell stressig oder sogar beängstigend. Das gilt genauso für den Tierarztbesuch. Wie du deinen Hund Schritt für Schritt an neue Situationen gewöhnen kannst, liest du in der App – den Link gibt’s am Ende des Beitrags.

4. Den Tierarzt nur aufsuchen, wenn der Hund krank ist

Früher wusste man schlicht nicht, was man alles zur Vorbeugung tun kann. Es gab keine Früherkennungsuntersuchungen, kaum Impfungen und keine Spezialgeräte wie Ultraschall oder Röntgen. Der Tierarzt kam erst ins Spiel, wenn das Tier sichtbar krank war.

Heute sieht das ganz anders aus. Wir kennen Krankheiten, bevor sie ausbrechen. Wir wissen, welche Rassen zu welchen Erkrankungen neigen. Wir können mit bildgebenden Verfahren Probleme im Anfangsstadium erkennen und das Fortschreiten verlangsamen. Das Ergebnis: Hunde werden heute im Schnitt deutlich älter als noch vor wenigen Jahrzehnten. Aber dafür muss man auch etwas tun.

Was du bei jeder dieser vier Gewohnheiten konkret besser machen kannst, erfährst du kostenlos in unserer App – mit Tipps von Dr. Dominique Tordy.