Die Ausgelassenheit unserer Hunde ist sicher eine ihrer schönsten Eigenschaften. Aber wenn wir mal ehrlich sind, dann verlieren sie vor Begeisterung manchmal den Überblick. Und dann sind wir gefragt, um auf sie aufzupassen.
Damit wir das besser können, müssen wir Signale mit ihnen ausmachen, die ihnen in den entscheidenden Situationen den Weg weisen. Das Wichtigste ist ein Signal, dass dein Hund unverzüglich, ohne Umwege und am besten auch noch möglichst schnell zu dir kommt. Das kann ihm Schmerzen ersparen und sogar sein Leben retten, wenn er zum Beispiel einen Elektrozaun übersieht, oder gar ein Auto.
Nun kann es manchmal sein, dass dein Hund beschäftigt ist und nicht ganz so genau hinhört. Deswegen muss das Signal klar und im Zweifel auch mal laut sein. Also ein Pfiff, ein Klatschen, ein Pfeifenton, sein Name oder ein anderes Geräusch, das er leicht von allen anderen unterscheiden kann.
Wenn du ein Signal gefunden hast, das dir gefällt, dann heißt es üben:
Phase 1:
Dazu musst du das Signal geben, wenn du in der Nähe deines Hundes bist und ihn gerade nichts, aber auch wirklich gar nichts ablenkt. Außerdem zeigst du ihm etwas Großrtiges, das deinen Hund richtig begeitsert. Das kann ein perfektes Leckerchen sein oder ein besonders geliebtes Spielzeug oder etwas anderes, das ihn völlig aus den nicht vorhandenen Socken haut. Was macht er also? Natürlich zu dir hinlaufen!
Und dann könnt ihr euch beide freuen!
Übt das ein paarmal, bis dein Hund erkennt, dass genau dieses Signal bedeutsamer ist als alles andere, das er schon kennengelernt hat.
Phase 2:
Wiederholt es. Wiederholt es immer wieder. Wiederholt es unzählige Male. Und packt viele Variationen in euer Spiel! Das bringt nicht nur mehr Spaß, sondern macht das Signal auch immer stabiler und weniger störungsanfällig.
- ihr könnt allmählich die Entfernung steigern
- du kannst in eine andere Richtung sehen, während du deinen Hund rufst
- du kannst dich dabei hinter etwas verstecken
- du kannst gleichzeitig in die entgegengesetzte Richtung laufen
- du kannst das Signal ganz überraschend geben oder vorher den Namen deines Hundes rufen
- du kannst dich hinhocken oder auf etwas draufklettern, bevor du das Signal gibst (am besten ist diese Variante, wenn dein Hund mit einem Sprung zu dir auf dein Podest kommen kann, wenn er angestürmt kommt)
Und das Wichtigste:
Nie aufgeben, nie aufhören zu üben und nie den Spaß bei der Sache vergessen.